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14.03.2019

Studientag der Malteser: Depressionen und Sucht bei Flüchtlingen

Beilngries - Massives Leid, Vertreibung, traumatische Erlebnisse und Hunger lässt immer mehr Menschen den letzten Ausweg Flucht antreten. Dabei folgt ihnen auf ihrer Reise in ein sicheres Land häufig ein nicht minder schlimmer Wegbegleiter: Hoffnungslosigkeit. Eine 2015 durchgeführte Studie an syrischen Flüchtlingen in der Türkei zeigt, dass zwei Drittel von ihnen Tod, Folter oder Entführung eines engen Freundes oder Familienmitgliedes beobachtet oder selbst erlebt haben. 20 bis 30 Prozent der Geflüchteten leiden deshalb unter einer schweren Depression oder einer ausgeprägten Posttraumatischen Belastungsstörung. Eine Depression hat viele Gesichter – wie sollten Außenstehende damit umgehen? Zu dieser Frage laden die Malteser zu einem umfassenden Studientag am Samstag, am 23. März, im Tagungshaus Schloss Hischberg ein. Die Veranstaltung dauert von 9 bis 16 Uhr und findet im Rahmen der diesjährigen Fortbildungsreihe „Begleitung, Qualifizierung und Stärkung des ehren- und hauptamtlichen Engagements“ statt. 

Am Vormittag wird Professor Dr. Andreas Schuld, Direktor des Zentrums für psychische Gesundheit und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II im Klinikum Ingolstadt, in seinem Vortrag „Umgang mit Depressionen und Sucht“ auf die Unterschiede der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und der Depression eingehen. Weiterhin lösen Depressionen, Anpassungsstörungen oder auch Traumafolgestörungen nicht selten zusätzliche Suchterkrankungen aus. Schuld gibt den Teilnehmern Ratschläge, wie man als Laie die Anzeichen für eine psychische Erkrankung erkennen und unterstützend tätig werden kann.

Im zweiten Teil der Vortragsreihe wird Zuheir Elia über sein Heimatland Syrien. Er ist Dozent am Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft der Uni Erlangen und wird über die
Geschichte, die Bräuche und die Religionen seines Heimatlandes berichten und auch auf Fragen der Teilnehmer eingehen.

Die Veranstaltung richtet sich an ehren- und hauptamtliche Engagierte in der Flüchtlingshilfe und alle Interessierten und ist ökumenisch offen. Die Teilnahme ist kostenlos. Für jedes der drei Fortbildungsmodule im Jahr 2019 wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Wer an allen drei Modulen teilnimmt, erhält ein Zertifikat.

Anmeldungen sind bis zum 21. März 2019 möglich beim Malteser Hilfsdienst e.V., Referat Flüchtlingshilfe,  Liebenstädter Str. 1a, 91180 Heideck. Telefon: 0151/11171231. E-Mail: christian.hardt@malteser.org.

Quelle: Malteser

 

 

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